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Offenbarung und Säkularität

Gotteskrise und Krise des Subjekts in den "Noten und Abhandlungen </I>zu Goethes "West-östlichem Divan</I>

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Elke Kretzer

Ziel der Arbeit war es, zu einer konsistenten und umfassenden Interpretation der Noten und Abhandlungen zu Goethes West-östlichem Divan zu gelangen. Es wurde ein strukturalistisches Interpretationsverfahren gewählt, das sich bemüht, den Sinn des Textes aus seiner Stellung im Schnittpunkt der literarischen Reihen zu erschließen. Es ergab sich, dass diese Auffassungsweise bereits den Noten und Abhandlungen selbst zugrunde liegt. Sie führt Goethe zu einer relativierenden Betrachtung der gesamten Literaturgeschichte bis hin zur Bibel. Es konnte ein Zusammenhang zwischen Erzählformen und Wissensordnungen erschlossen werden, der die Bibel mitumfasst. Dieser Zusammenhang impliziert ein universales Postulat zur permanenten Umschreibung einer jeden Überlieferung.
Aus dem Inhalt: Goethes Stellung in der Tradition deutscher Orientstudien – «Israel in der Wüste» – «Nähere Hülfsmittel» – Die Bibel als Überlieferung «wie die sämtlichen Profanskribenten» – Ablösung des Paradigmas des eindeutigen Sinns durch das Paradigma des erneuerbaren Sinns – Der Autobiographismus des «West-östlichen Divan».