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Variations sur «l’inquiétude rythmique»

Untersuchungen zur morphologischen und satztechnischen Funktion des Rhythmus bei Oliver Messiaen, Pierre Boulez und Jean Barraqué

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Werner Strinz

Olivier Messiaens Interesse an satztechnischer Emanzipation und morphologischer Innovation des Rhythmus hat im Zeitraum zwischen den frühen 40-er Jahren und dem Anfang der 50-er Jahre auf Pierre Boulez und Jean Barraqué ausgestrahlt. Gestützt auf die Untersuchung unveröffentlichter Werke von Pierre Boulez in der Paul Sacher Stiftung, Basel, und der Skizzen und Manuskripte der Klaviersonate Jean Barraqués werden die Vorstöße der unterschiedlichen schöpferischen «Temperamente» in kompositionstechnisches und ästhetisches Neuland gegenübergestellt. Der Vergleich dieser individuellen Ausprägungen der von Messiaen initiierten inquiétude rythmique zeigt eine der für die Entwicklung der europäischen Kunstmusik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts folgenreichen Bruchzonen auf.
Aus dem Inhalt: Olivier Messiaens Rhythmusbegriff – Pierre Boulez’ Aufbruch zu neuen Dimensionen des Komponierens – Rhythmische Konstruktion und morphologische Entwicklung in Jean Barraqués Sonate pour piano – Anmerkungen zur Rezeption von Igor Strawinskys Sacre du printemps bei Olivier Messiaen, Pierre Boulez und Jean Barraqué.