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Erzählte Aufklärung

Studien zum polnischen Roman um 1800

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Mirja Lecke

Die Studie «Erzählte Aufklärung» untersucht in einem problemgeschichtlichen Überblick frühe polnische Romane und ihren kulturellen Kontext. Neben den Meisterwerken der Epoche, Ignacy Krasickis «Mikołaja Doświadczyńskiego Przypadki» (1776) und Maria Wirtemberskas «Malwina, czyli domyślność serca» (1816), werden vier weitere Texte ausführlich behandelt. Zunächst wird der Roman als neue, gleichsam illegitime Gattung problematisiert, die in Polen nach westeuropäischem Vorbild, aber unter abweichenden kultursoziologischen Bedingungen entsteht. Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht der Roman als janusköpfige Ausdrucksform, die zwischen Realität und Illusion, zwischen pädagogischem Anspruch und Eskapismus oszilliert. Der dritte und vierte Teil untersucht die Texte als Medien der Konstruktion von individueller und kollektiver Identität in einer staatenlos gewordenen Nation.
Aus dem Inhalt: Zwischen belehrtem und mündigem Leser: Probleme aufklärerischer Romantheorie – Romane im Spannungsfeld von Weltbezug und Literarizität – Der Roman und das erkennende Individuum – Konstruktionen sozialer Identität: Sprache - Nation - Geschichte.