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Die Uracher Hochzeit 1474

Form und Funktion eines höfischen Festes im 15. Jahrhundert

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Gabriel Zeilinger

Im Jahr 1474 heiratete Graf Eberhard V. «im Bart» von Württemberg die italienische Fürstentochter Barbara Gonzaga im Beisein einiger tausend Gäste. In dieser Arbeit werden die umfangreichen Vorbereitungen zur Hochzeit und die zeremonielle Durchführung des viertägigen Festes (mit Gottesdiensten, Beilager, Festessen, Tanz und Turnieren) kulturhistorisch untersucht. Darüber hinaus wird gezeigt, wie ein Hoffest und seine ostentative Prachtentfaltung für die Repräsentation der Dynastie nach außen sowie für die herrschaftliche Durchdringung der Grafschaft und die Bindung der weiteren Klientel funktionalisiert werden konnte. Damit wird eine Brücke von der Kultur- zur Verfassungsgeschichte Württembergs im 15. Jahrhundert geschlagen. Quellengrundlage der Untersuchung bildet eine Beschreibung und Ordnung der Hochzeit, Gästelisten etc. Die Quellen werden in einer Edition zugänglich gemacht.
Aus dem Inhalt: Die diplomatische Anbahnung der Ehe – Die Organisation des Festes – Gastlichkeit und Rangordnung: zum Rang der Gastgeber und der Gäste – Das Fest: Adventus – Gottesdienst und Beilager – Geschenke – Festmähler – Tanz und Turnier – Grafenhochzeit, Herrschaft und ‘Hoflandschaft’.