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Geschlechterdifferenz in der Literatur

Studien zur Darstellung der weiblichen Psyche und zum Bild vom anderen Geschlecht in zeitgenössischer Dichtung

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Michel Vanhelleputte

Dieses Buch ist die Frucht einer Reihe von Seminaren, die in der Zeitspanne 1991-1993 an der «Vrije Universiteit Brussel» stattfanden. Sie bezogen sich hauptsächlich auf deutschsprachige Literatur von Frauen seit 1945. Die angewandte Methodik bestand ursprünglich darin, anhand dichterischer (insbesondere erzählerischer) Texte von Autorinnen aus dieser jüngsten Vergangenheit Aspekte der heutigen weiblichen Psyche zu beschreiben. Dabei wurde deutlich, daß es die Frau an sich nicht gibt, sondern höchstens, in jedem Zeitalter eines bestimmten Kulturkreises, einen tonangebenden Frauentypus, der sich jedesmal in sehr verschiedenen Gestalten geistig offenbart. Daß dies auch für den Mann gelten muß, liegt auf der Hand. Aus dieser relativierenden Einsicht ergab sich der Entwurf zu einer Imagologie der Geschlechter, deren noch weiter auszubauende Methodik an einigen Beispielen erprobt wird.
Aus dem Inhalt: Die Darstellung der weiblichen Psyche in Texten von Marie Luise Kaschnitz, Ingeborg Bachmann, Christa Wolf, Helen Meier, Marie-Thérèse Kerschbaumer, Elfriede Jelinek und Waltraud Anna Mitgutsch - Das Bild vom anderen Geschlecht in Erzählwerken von Marlen Haushofer, Peter Handke, Christoph Hein und Kristien Hemmerechts.