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Apostolae apostolorum

Frauenaskese als Befreiung und Zwang bei Hieronymus

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Barbara Feichtinger

Die Studie geht anhand der Schriften des Kirchenlehrers und Bibelübersetzers Hieronymus dem Phänomen der außerordentlichen Anziehungskraft christlicher Askese in der spätantiken Gesellschaft des 4. und 5. Jahrhunderts nach. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem vielschichtigen Spannungsverhältnis von Frau, Kirche und Gesellschaft. Durch die Betonung der dynamischen Entwicklung der (westlichen) Mönchsbewegung sowie durch die Differenzierung von Lebensnormen und Lebensformen und die Thematisierung der Wechselwirkung zwischen (männlicher) Normierung und (weiblichen) realen Lebensbedingungen eröffnen sich neue Ausblicke auf die von tiefen Ambivalenzen geprägte Rolle der Frau bei der christlich-asketischen Missionierung der römischen Aristokratie.
Aus dem Inhalt: Werk des Hieronymus, aristokratische Frauen Roms und christliche Askese - Dynamik der Askesebewegung im 4. und 5. Jahrhundert - Differenzierung und Wechselwirkung von (männlicher) Normierung und (weiblicher) Lebensrealität - Christliche Askese als ambivalentes Mittel der emanzipatorischen Befreiung und Repression von Frauen.