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Boris Pasternaks monadische Poetik

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Reinhold Vogt and Elise Vogt

Boris Pasternak (1890-1960) hat sich während seines Philosophiestudiums auch mit der Philosophie Leibniz' beschäftigt. Die Studie geht den Analogien zwischen Pasternaks künstlerischem Weltmodell und Leibniz' philosophischem Weltentwurf nach. Dieser Vergleich zeigt, daß Pasternaks poetische Welt in der Tradition eines metaphysischen Optimismus steht, der das Universum als aktuelle Sinnfülle modelliert. Das die condition moderne kennzeichnende Bewußtsein der epochalen Krise, der Auflösung des Ganzen und des «großen Stils» (Nietzsche) wendet Pasternak positiv um: Gegen die mit dem Krisenbewußtsein einhergehenden Entfremdungserfahrungen führt er stets aufs neue den Beweis der Integrierbarkeit des Fremden ins Eigene.
Der Autor: Reinhold Vogt wurde 1961 in Bochum geboren. Er studierte Slavistik, Germanistik und Pädagogik in Marburg, Wien und Hamburg. Nach dem Staatsexamen 1989 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Slavischen Seminar der Universität Hamburg, wo er seit 1995 als Wissenschaftlicher Assistent tätig ist.