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Kulturelle Identität

Konstruktionen und Krisen

Series:

Eva Kimminich

Die interdisziplinär angelegte Reihe setzt sich zum Ziel, das vielschichtige Wechselspiel zwischen Mensch und Welt zu beleuchten, wie es sich im Gebrauch von Stimme, Geste, Schrift und Zeichen manifestiert. Der dritte Band befaßt sich mit dem Schlüsselbegriff der Identität.
Identität resümiert den Brennpunkt einer Vielzahl von unterschiedlichen Prozessen, die an der Nahtstelle zwischen Subjekt bzw. Individuum, sozialer, ethnischer Gruppe, nationaler oder kultureller Gemeinschaft bzw. politischer Führungsspitze verlaufen. Es sind Reibungsprozesse, Prozesse der Aneignung und Abgrenzung, bei denen ein hohes Maß an emotionalen Energien freigesetzt und Gewalt ausgeübt wird.
In den einzelnen Beiträgen wird Identität in Beziehung zu weiteren problematischen Begriffen unserer Zeit gesetzt und diskutiert: Assimilation, Multikulturalismus, Hybridität oder Globalisierung. Dabei werden grundlegende und richtungsweisende Fragestellungen erörtert, die in naher Zukunft von hoher gesellschaftspolitischer Brisanz sein werden.
Aus dem Inhalt: Eva Kimminich: Macht und Entmachtung der Zeichen. Einführende Betrachtungen über Individuum, Gesellschaft und Kultur – Siegfried J. Schmidt: Über die Fabrikationen von Identität – Joseph Jurt: Zur Konstruktion von Nation – Eva Kimminich: «Lost Elements» im «MikroKosmos». Identitätsbildungsstrategien in der Vorstadt- und Hip-Hop-Kultur – Susanne Omran: «Assimilation». Zur Physio-Logik kultureller Differenz nach 1800 – Kien Nghi Ha: «Hybride Bastarde». Identitätskonstruktion in kolonial-rassistischen Wissenschaftskontexten – Arnold Groh: Identitätswandel. Globalisierung und kulturelle Induktionen – Richard Shusterman: Multikulturalismus und Lebenskunst – Michael Einfalt: Emanzipation von der Kolonialmacht. Zur Herausbildung des ‘roman maghrébin d’expression française’ in den fünfziger Jahren – Chantal Chawaf: Den Menschen schreiben. Ein Essai über Humanität, Identität und Sprache.