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Kinder – Experten ihres Alltags?

Eine empirische Studie zum außerschulischen Alltag von 8- bis 11-jährigen Kindern aus dem Bleiweißviertel, Nürnberg

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Ulrike Roppelt

Mit der Erforschung des Expertenstatus von Kindern greift die Studie ein Thema auf, das in der gegenwärtigen Modernisierungsdebatte auf großes Interesse stößt. Bislang weitgehend unbeantwortet ist etwa die Frage, was zu den Indikatoren kindlicher Lebensqualität zählt. Bedeutsam ist sicherlich auch die Frage nach der Standortbestimmung von Kindern zwischen Autonomie und Abhängigkeit. Sind Erwachsene oder Kinder als die Experten des Kinderalltags anzuerkennen? Und wem sollte die Position der Laien zugeschrieben werden? Hier setzt die Bleiweißstudie an und konzentriert sich auf zwei zentrale Anliegen: erstens Wissenslücken zur kindlichen Lebenssituation zu schließen und zweitens Erklärungsansätze zu generieren, aus welchen sich der gesellschaftliche Handlungsbedarf zur Kindheit ableitet. In der Bleiweißstudie wird ein multimodaler Forschungszugang gewählt, der den kindlichen Alltag in seiner Mehrdimensionalität erfasst. Das Kollektiv der Studie umfasst 130 Kinder im Alter von acht bis elf Jahren, welche im Nürnberger Bleiweißviertel wohnen. Die Ergebnisse der Bleiweißstudie verdeutlichen die Komplexität und Faszination des kindlichen Alltagslebens und zeigen den gesellschaftspolitischen Handlungsbedarf auf.
Aus dem Inhalt: Kindheit im Wandel – Forschungsfragen und Forschungsdesign – Im Blickfeld: Stadtteil und Kollektiv – Soziale Lage der Kinder im Stadtteil – Kinderalltag im Profil – Kinderalltag auf dem Prüfstand: Bewertung des Wohlbefindens, des Gestaltungsrahmens und der personalen Kompetenzen – Kindliche Handlungsmodelle im Visier – Im Blickpunkt: Geschlechts- und migrationsspezifische Besonderheiten – Kindsein und Expertentum - ein Widerspruch? – Kinder sind Experten ihres Alltags.