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Die Konstitution der sozialen Welt

Zur Erkenntniskritik der Sozial- und Kulturwissenschaften

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Ramón Reichert

Die sprachliche Setzung einer sozialen «Welt» oder «Wirklichkeit» steht im Zentrum zahlreicher Modellannahmen der Sozial- und Kulturwissenschaften. Diese Arbeit problematisiert die unterschiedlichen Begründungs- und Rechtfertigungsstrategien dieses theoretischen Geltungsanspruches in den Sozial- und Kulturwissenschaften. Thematisiert werden die sozial- und begriffsrealistischen und -ontologischen Voraussetzungen der Argumente «evidenter» Sachhaltigkeit, «definitiver» Begründung und «legitimer» Geltung und die semantisch-logischen Regeln der «Setzung», «Begründung», «Geltung» und «Rechtfertigung» sozialer «Gegenstände». Ziel der Untersuchung ist es, erkenntniskritische Fragestellungen für eine metakritische Präzisierung sozial- und kulturwissenschaftlicher Grundlagen fruchtbar zu machen.
Aus dem Inhalt: Sprachpragmatismus und Gesellschaftstheorie – Sprachgebrauch und Sprachspiel – Die reflexive Bezugnahme auf Sprachspiele – Regel und Lebensform – Die «Gegebenheit» sozialer Wirklichkeit – Der Begriff «Lebenswelt» – «Typus» und «Stil» – «Relevanz» – Sprache als Welterschließung – Situation und Handlungskontext – Die Gleichursprünglichkeit von Sprache und Welt – Der «richtige» Sprachgebrauch – «Gewohnheit» – «Übereinkunft» – «Prozess» und «Spiel» – Bedingung der Möglichkeit.