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Problematische Pädagogen

Das Bild des Lehrers in der Literatur der siebziger Jahre

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Judith Ricker-Abderhalden

In den siebziger Jahren avancierte der Lehrer plötzlich zum prominenten literarischen Gegenstand. Zahlreiche bekannte und weniger bekannte Schriftsteller stellten Studienräte und Universitäts- professoren in den Handlungsmittelpunkt ihrer Prosawerke. Nie zuvor in der Geschichte der deutschen Literatur gab es so viele Lehrer- porträts, nie zuvor hat sich die Literatur so ernsthaft mit dem Berufs- und Privatleben der deutschen Lehrer befasst. Es fragt sich nun, was die Schriftsteller plötzlich am deutschen Pädagogen reizte, warum der Lehrer ausgerechnet in den siebziger Jahren die Beachtung fand, die ihm früher versagt worden war. Diesen und verwandten Fragen geht die vorliegende Untersuchung nach und ver- sucht, in grossen Zügen aufzuzeigen, wie sich das literarische Lehrerbild über die Jahre hinweg gewandelt hat.
Aus dem Inhalt: Kapitel I. Der Lehrer in der deutschen Literatur der Vergangenheit - Kapitel II. Der Lehrer in der deutschen Literatur der Gegenwart: A. Die siebziger Jahre / B. Einzelinterpretationen: Brandeis (Urs Jaeggi), Ein fliehendes Pferd (Martin Walser), Das Vorbild (Siegfried Lenz), Albissers Grund (Adolf Muschg), Örtlich betäubt (Günter Grass), Kopfgeburten (Günter Grass), Schlaflose Tage (Jurek Becker).