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Der Tod durch Überarbeitung

Arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Hintergründe- Materiellrechtliche, epidemiologische und betriebliche Rahmenbedingungen des Karôshi-Phänomens in Japan und Deutschland

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Oliver Tieste

Karôshi ist kein allein japanisches Phänomen. Die mit den Arbeitsanforderungen verbundenen Belastungen stehen in einer sich weltweit wandelnden Arbeitswelt zunehmend im Kontext psychosozialer Faktoren. Auf Grund der bedenklichen Programmatik des neuen Personalmanagements, dem die Interessenvertretung der Beschäftigten in wachsendem Maße machtlos gegenübersteht, zeigen sich auch in der Bundesrepublik Verhältnisse, die Karôshi in Japan kennzeichnen. Seit Herbst 2000 stehen in Japan stressinduzierte Erkrankungen in einem haftungsrechtlichen Kontext zum Arbeitsverhältnis. Neben dem Zuspruch von Mitteln aus der gesetzlichen Unfallversicherung ist der japanische Arbeitgeber für Stressschäden auch nach allgemein zivilrechtlichen Kriterien haftbar. Erlasse und Richtlinien des japanischen Arbeitsministeriums bilden den normativen Unterbau. Es stellt sich die Frage nach der Haftungslage in Deutschland. Ist die japanische Rechtsentwicklung übertragbar?
Aus dem Inhalt: Karôshi, rechtliche Rahmenbedingungen eines japanischen Phänomens: Gesetze, Tarifverträge und Arbeitsordnungen – Psychosoziale Belastung am Arbeitsplatz – Epidemiologische sowie rechtliche und sozialwissenschaftliche Aspekte der Karôshi-Problematik in Deutschland – Japanische Unfallversicherung – Zivilrechtliche Haftung des Arbeitgebers im Arbeitsverhältnis in Japan – Kriterien zur Beurteilung der arbeitsbedingten psychischen Belastung im Arbeitsverhältnis.