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«Die Gerechten werden leben ewiglich bei Gott»

Eine Studie zur Dialektik des Gerechtigkeitsbegriffs bei Meister Eckhart unter Berücksichtigung formal-methodologischer Fragestellungen

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Susanne Kroll

Die Gerechtigkeit erfährt bei Meister Eckhart einen prägenden Stellenwert: er spricht von einem «underscheit» zwischen Gerechtigkeit und Gerechtem. Ausgehend von diesem «underscheit» postuliert die Studie eine dialektische Struktur, die inhaltlich als un-aufhebbar bestimmt wird. Mit Eckharts Leitvers «die Gerechten werden leben ewiglich bei Gott» wird im thetischen Begriff «die Gerechten» epistemologisch, ontologisch und theologisch Eckharts univok-deduktives Denken, im antithetischen «werden leben» der Werk-Begriff unter analog-induktiver Perspektive gezeigt, der synthetische «ewiglich bei Gott» etabliert grundlegend den «underscheit» von Gerechtigkeit und Gerechtem als un-aufhebbare Dialektik. Im «underscheit» liegt hermeneutische Offenheit und Aktualität der Predigt Meister Eckharts.
Aus dem Inhalt: Dialektik als Formgebung: Zur Form der Schriften Meister Eckharts – Meister Eckharts Begriff der Gerechtigkeit: These: Die «Gerechten» (Ideenlehre-Transzendentalienlehre-Ontologie-Theologie-Trinität), Antithese: «werden leben» (Attributionsanalogie-Werkbegriff-Ethik), Synthese: «ewiglich bei Gott» – Gerechtigkeitsbegriff in un-aufhebbarer Dialektik als hermeneutische Offenheit.