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Spielleidenschaft und Strafrecht

Eine Betrachtung zu den Glücksspieltatbeständen der §§ 284 ff. StGB

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Harald Brandl

Der deutsche Glücksspielmarkt steht unter weitgehender staatlicher Kontrolle: Zum einen wird den Bundesländern ein faktisches Glücksspielmonopol eingeräumt, zum anderen ist illegales Glücksspiel durch die §§ 284 ff. StGB strafbewehrt. Die Arbeit untersucht die strafrechtlichen Aspekte des Glücksspielwesens in Deutschland. Die verwaltungsakzessorischen Tatbestände der §§ 284 ff. StGB werden dahingehend analysiert, welche strafrechtlichen Auswirkungen die Betätigung und vor allem die Ausbeutung der Spielleidenschaft heute de lege lata haben bzw. künftig de lege ferenda haben sollten. Schließlich wird auch die Frage nach einer etwaigen strafmildernden oder sogar strafausschließenden Wirkung einer zur krankhaften Spielsucht gesteigerten Spielleidenschaft gemäß §§ 20, 21 StGB erörtert.
Aus dem Inhalt: Bedeutung des legalen und illegalen Glücksspiels – Kurzer Überblick über die Geschichte des Glücksspielstrafrechts – Das geltende Glücksspielstrafrecht: Das umstrittene Rechtsgut; Analyse der §§ 284, 285 und 287 StGB de lege lata – Progressive Vertriebsformen und Gewinnerwartungssysteme mit aleatorischem Charakter (Fallgruppen, Strafbarkeit insbesondere nach den §§ 284 ff. StGB und gem. § 6c UWG) – Die Glücksspieltatbestände der §§ 284 ff. StGB de lege ferenda: u.a. kriminologische Betrachtungen, kriminalpolitische Rechtfertigung (Strafwürdigkeit und Strafbedürftigkeit), Aufnahme bisher nicht erfasster Fallgruppen – Spielsucht als potentiell strafmildernder bzw. strafausschließender Umstand i.S.d. §§ 20, 21 StGB.