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Zur Lage der für andere übernommenen Mutterschaft in Deutschland

Rechtsvergleich mit Reformvorschlägen

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Victoria Bokelmann and Michael Bokelmann

In Deutschland tauchten in den achtziger Jahren Fälle der Ersatz-Tragemutterschaft auf, die teilweise Anlass zu Rechtsstreitigkeiten gaben. Gesetzliche Regelungen finden sich im Adoptionsvermittlungsgesetz und im Embryonenschutzgesetz. Ersteres stellt die Vermittlung unter Strafe, letzteres sieht Strafsanktionen für den mitwirkenden Arzt vor. Zudem ist nach § 1591 BGB allein die austragende Frau als Mutter des Kindes anzusehen. Hierdurch wird die Mutterschaft für andere in Deutschland weitgehend unmöglich gemacht. Die Arbeit macht den Versuch, Reformen der restriktiven Lage in Deutschland aufzuzeigen. Aus den Erfahrungen anderer Länder sollen mögliche Ansätze für eine offenere gesetzliche Regelung gewonnen werden. Hierzu wird die Rechtslage in Australien, Südafrika, den USA und Israel untersucht.
Aus dem Inhalt: Reformvorschläge zu der restriktiven gesetzlichen Regelung der Ersatz-Tragemutterschaft in Deutschland – Kritik an der Einordnung des Leihmuttervertrages als sittenwidrig – Kritik an der Strafbewährung der für die Leihmutterschaft relevanten Vorschriften des Adoptionsvermittlung- und Embryonenschutzgesetzes – Rechtsvergleich mit der Regelung in den USA, Australien, Südafrika und Israel – Vorschlag einer offeneren gesetzlichen Regelung.