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Der Fremde

Interdisziplinäre Beiträge zu Aspekten von Fremdheit

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Bernhard Oestreich

Die in diesem Band gesammelten Aufsätze gehen auf eine interdisziplinäre Ringvorlesung unter dem Thema «Der Fremde» zurück, welche die Theologische Hochschule Friedensau im Winter 2002 durchführte. In einer offenen Gesellschaft, in der das Zusammentreffen mit unbekannten Menschen, Kulturen und Religionen zum Alltag gehört, haben die Fragen zur Fremdheit besondere Relevanz: Fremdenangst und Ausländerfeindlichkeit, Klischees über andere Völker und Identität des eigenen, aber auch das Fremdwerden in der eigenen sozialen Welt und die Faszination des Unbekannten. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen greifen diese Fragen auf und tragen dadurch zu einem interdisziplinären Gespräch bei.
Aus dem Inhalt: Winfried Noack: Das Eigene und (der) das Fremde – Christian Wannenmacher: Warum Fremdenfurcht? – Bernhard Oestreich: Moralische Verurteilung der Fremden in der Bibel – Johannes Hartlapp: «... der sei dir wie ein Zöllner und Sünder»: Häretiker als Fremde in der eigenen Kirche – Elke M. Geenen: Die soziale Konstruktion des Fremden am Beispiel der Odyssee – Gudrun Goes: «Fremde im eigenen Land» - Wie die Volkstümler (narodniki) die Bauern in Russland befreien wollten – Andreas Lawaty: «Polnische Wirtschaft» und «deutsche Ordnung»: Nachbarbilder und ihr Eigenleben – Dieter Leutert: Brauchen Staaten eine Leitkultur? – Horst F. Rolly: Kann man den Terrorismus verstehen? Versuch einer Analyse des terroristischen Fremdseins – Detlef Müller: Zum Umgang mit dem Fremden in der Sozialarbeit: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Guntram Winterstein: Zum Umgang mit dem Fremden in der Sozialarbeit: Obdachlose.