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Privileg und Verwaltungsakt

Handlungsformen der öffentlichen Gewalt im 18. und 19. Jahrhundert

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Thorsten Lieb

Der Band behandelt die Geschichte des obrigkeitlichen Einzelaktes vom Ende des Ancien régime bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Zu Beginn befindet sich die sogenannte Privilegienlehre auf einem Höhepunkt des wissenschaftlichen Interesses. Im 19. Jahrhundert verliert das Privileg als Rechtsinstitut zunehmend an Bedeutung. Die Entwicklung des Immaterialgüterrechts löst die zivilrechtlichen Privilegien ab. Mit dem Entstehen der Verwaltungsrechtswissenschaft reduziert sich das Privileg zunächst auf Kernbereiche verwaltungsrechtlichen Handelns. Das Privileg wird hier erst durch die Entwicklung des modernen Verwaltungsaktes abgelöst. Der Verwaltungsakt übernimmt jedoch wesentliche Kernpunkte der Privilegienlehre und stellt sich dadurch als rechtsstaatlich umgeformtes Privileg dar.
Der Autor: Thorsten Lieb wurde 1973 in Bad Kreuznach geboren. Im Anschluss an das Referendarexamen im Jahr 1997 war er als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Bayreuth tätig. Nach Abschluss des 2. Juristischen Staatsexamens ist der Autor seit 2002 als Rechtsanwalt in Frankfurt am Main tätig.