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«Siehe, er kommt mit den Wolken!»

Studien zur Christologie der Johannesoffenbarung

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Monica Elena Herghelegiu

Die Johannesoffenbarung, eine im Auftrag des erhöhten Christus niedergeschriebene Prophetie, legt in einer Sprache der bildhaften Poesie ein Zeugnis vom christlichen Kerygma ab. Johannes beschreibt eine besondere Art von Geschichte, eine Zukunftsgeschichte, die aber zugleich eine Anamnese ist. Er erzählt die Zukunft, indem er an seine Visionen erinnert. Diese Visionen verweisen auf die Zukunft, aber sie helfen gleichzeitig, die ihm gegenwärtige Wirklichkeit aufzudecken. In einem beinahe sakralen Stil erweist sich Johannes als prophetischer Interpret des Alten Testaments, dessen Verheißungen er als erfüllt empfindet. Diese Erfüllung wird von der Erkenntnis des gekreuzigten und auferstandenen Jesus her als christologische Botschaft mit endzeitlich-apokalyptischer Prägung artikuliert. Die Schrift vertritt keine bloß funktionale Christologie, sondern lehrt eine ontologische Christologie und skizziert dabei eine Christus-immanente Eschatologie.
Aus dem Inhalt: Christologische Bekenntnisse – Der Menschensohn-Ähnliche – Der Logos Gottes – Die apokalyptischen Reiter – Christus als Richter und Welterlöser – Königsherrschaft Gottes – Rezeption von Dan 7,13 – Arnion – Lammwidder.