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Der Held und sein Raum

Die Konstruktion der erzählten Welt im mittelhochdeutschen Artusroman des 12. und 13. Jahrhunderts

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Andrea Glaser

Die Interpretation der mittelalterlichen Artusromane ist häufig noch mit dem Vorurteil behaftet, dass die Imaginationen des Raumes in diesen Werken weit weniger ausgeprägt seien als in den Romanen der Moderne. Diese strukturalistische Untersuchung hingegen zeigt, dass die Dichter der Artusromane ein vielfältiges, originelles Repertoire an Raumvorstellungen entwickelt haben. In der vergleichenden Analyse von Hartmanns Erec und Iwein, Wolframs Parzival und Heinrichs Crône kristallisieren sich als markante Strukturen Schwellenräume, Bewegungsräume und visuelle Phänomene heraus. Zugleich erweist sich der jeweils verschieden ausgearbeitete poetische Raum als Schlüssel zum Verständnis der einzelnen Werke.
Aus dem Inhalt: Grundsätzliche Kennzeichen der Raumvorstellungen im Artusroman – Forschungsüberblick – Schwellenräume – Bewegungsräume: Bewegung von Figuren – Bewegungsräume: Bewegung von Räumen – Visuelle Phänomene und räumliche Perspektive.