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Das Geheime Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag vom 23. August 1939 und seine Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte von 1939 bis 1999

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Jan Lipinsky

Wie kam es im Jahr 1939 zwischen Hitlers Deutschland und Stalins Sowjetunion zu dem Geheimen Zusatzprotokoll? Was beinhaltet es? Welche Seite verantwortet welchen Teil der Abmachung? Bedingte es die Sowjetisierung weiter Teile Ostmitteleuropas? Läßt sich die Echtheit des Protokolltexts zweifelsfrei nachweisen? Wer erfuhr wann und in welchem Umfang von Existenz und Inhalt des Protokolls? Welche (brisante) Rolle spielte es während des Nürnberger Prozesses und des damit einhergehenden «Dokumentenkriegs»? Inwieweit konnte die marxistisch-leninistische Historiographie es im sowjetischen Machtbereich totschweigen? Wie wird es bis heute bewertet? Welche Erkenntnisse brachte speziell die Geschichts- und Neubewertungsdiskussion im ehemals sowjetisch beherrschten Ost- und Ostmitteleuropa? Diese Leitfragen werden in dieser Untersuchung aufgrund einer breiten Literatur- und Quellenbasis sowie mit Hilfe von Zeitzeugen beantwortet.
Aus dem Inhalt: Akten u.a. aus deutschen, russischen, polnischen, französischen und estnischen Archiven – Auswertung von Memoiren und Literatur – Geschichte des Geheimen Zusatzprotokolls: Entstehung und Unterzeichnung – Zeitgenössische, historische, juristische und politische Bewertung – Wirkung und Bekanntwerden in Europa, Japan und den USA während des Zweiten Weltkriegs – Dokumentenüberlieferung in den Kriegswirren – «Bombe» auf dem Nürnberger Kriegsverbrecherprozess – Peinliches Tabuthema für die Historiographie im sowjetisch dominierten Ost(mittel)europa – Herausragendes Dokument für die Lösung der Esten, Letten und Litauer aus der UdSSR – Brisantes Schriftstück für die Historiographie in Rußland, Polen, Rumänien, Moldawien und in der DDR.