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Die unbekannte Minderheit

Slowaken in Wien und Niederösterreich im 19. und 20. Jahrhundert

Series:

Emilia Hrabovec and Walter Reichel

Seit Jahrhunderten leben sie auf dem Gebiet Österreichs, dessen Geschicke sie, im Guten wie im Schlechten, teilten. Dennoch figurierten sie als eigenständige slowakische Minderheit weder im historischen Bewusstsein Österreichs noch auch in der Legislative und wurden bezeichnenderweise erst 1992, am Vorabend der Entstehung der Slowakischen Republik, als Volksgruppe anerkannt. Die Beiträge im Sammelband zeichnen ein anschauliches Bild der Lebenssituation der Slowaken in Österreich nach, ihre ins Mittelalter zurückreichende historische Entwicklung, die Besonderheiten ihrer Sprache und Identität. Sie zeigen die Geschichte ihrer Versuche, sich in schwierigen Umständen, ohne eigene Schulen und ohne Unterstützung der Staaten, in deren Grenzen sich ihr Heimatland Slowakei befand, ja vielfach mit deren offen ablehnender Haltung gegenüber der slowakischen Identität konfrontiert, mit bescheidenen Ressourcen eine eigene, häufig um die katholische Kirche oder um akademische Vereine aufgebaute institutionelle Struktur zu schaffen.
Aus dem Inhalt: Róbert Letz: Geschichte der slowakischen Volksgruppe in Österreich – Róbert Letz: Die slowakischen Vereine in Wien und Niederösterreich (1870-1993) – Walter Reichel: Das geistliche Leben der Wiener Slowaken am Beispiel der Kongregation der Tröster von Getsemani – Walter Reichel: Das Phänomen Grenze am Beispiel der March – Slavo Ondrejovič: Ethnosprachliche Bemerkungen über die Slowaken in Niederösterreich – Juraj Glovňa: Aus der ethnosprachlichen Forschung der Slowaken in Wien – Konštantín Palkovič: Aus der dialektologischen Forschung: Phonetik und Morphologie der Sprache der Slowaken in Niederösterreich.