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Dissoziales Verhalten

Ursachen und Prävention. Eine psychologische Neubewertung im Kontext von Streßtheorie und Umweltpsychologie

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Thilo Eisenhardt

Diese Arbeit befaßt sich mit den psychologisch relevanten Ursachen persistenten dissozialen Verhaltens und mit konkreten Möglichkeiten der Prävention, um kindlichen Verhaltensstörungen und nachfolgendem dissozialen Verhalten zu begegnen. Grundlagen hierfür sind die psychologische Streßtheorie, umweltpsychologische sowie neuere entwicklungspsychopathologische Erkenntnisse, die in der deutschen kriminologischen Fachliteratur bisher wenig Beachtung fanden. Aus der Perspektive der Entwicklungspsychopathologie beginnt das dissoziale persistente Verhalten bereits in der frühen Kindheit mit Verhaltensstörungen und setzt sich über das Jugendalter hinaus im Erwachsenenalter fort, während der größte Teil der Jugendkriminalität nur eine entwicklungsbedingte vorübergehende Erscheinung ist. Die in dieser Arbeit vorgestellten Forschungsergebnisse und ihre Bedeutung für die praktische Arbeit zeigen, daß es in erster Linie um Risikoverminderung für die kindliche Entwicklung und um die Prävention von kindlichen Verhaltensstörungen geht. Damit sollte der primären und sekundären Prävention unter Einbeziehung der Familien künftig eine größere Bedeutung als gegenwärtig zukommen.
Aus dem Inhalt: Soziologische Theorien und Aspekte – Kriminologische Theorieübersicht – Psychobiologische Grundlagen der psychologischen Theorien – Kriminalpsychologie – Aggression und Gewalt aus psychologischer Sicht – Prävention von Verhaltensstörungen und dissozialem Verhalten – Maßnahmen der Justiz – Therapeutische Interventionen (Tertiäre Prävention) – Primäre und sekundäre Prävention – Netzwerke und Gemeinschaft – Ergebnisse der Evaluation von Präventionsprogrammen – Präventionsansätze in Deutschland – FAST, Triple-P und «Faustlos» als adaptierte Präventionsprogramme.