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Verschriftlichung und Sprechen über Sprache

Das Beispiel der Trobadorlyrik

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Andrea Fausel

Die Verschriftlichung der romanischen Sprachen im Mittelalter zieht große Veränderungen nach sich: Das gilt zum einen mit Blick auf die generelle Steigerung der Schriftproduktion und die allmähliche Durchdringung von Kultur und Gesellschaft durch das graphische Medium. Zum anderen kommt es zu einer Ausdifferenzierung sprachlicher Formen, neue Gattungen werden etabliert und die Sprache selbst kann nun aus einer veränderten Perspektive betrachtet und reflektiert werden. Welche Bedeutung das Sprechen über Sprache gerade in dieser Phase einnimmt und in welchen Formen es in Erscheinung tritt, zeigt diese sprachwissenschaftliche Arbeit am Beispiel der Trobadorlyrik. Insbesondere werden dabei die vielfältigen Spannungsfelder, die im Zuge der Verschriftlichung zum Tragen kommen, analysiert.
Aus dem Inhalt: Trobadorlyrik als Schnittstelle von Mündlichkeit und Schriftlichkeit – Metasprache funktioniert auf der Basis gemeinsamen Wissens von Sprecher und Hörer, Dichter und Publikum – Phasen des Kommunikationsprozesses und Textmodelle als Themen metasprachlicher Kategorisierung in der Trobadorlyrik – Modell zur Einordnung des Sprechens über Sprache im Zuge der Verschriftlichung – Mediale Veränderungen erfordern Neustrukturierung der Metasprache - auch im Kontext des Buchdrucks und des Internets.