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Kämpfende Kirchen

Jugoslawiens religiöse Hypothek

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Klaus Buchenau

Mehr als in anderen Teilen Europas haben sich die großen christlichen Kirchen Jugoslawiens eng mit dem Nationalismus verbunden. Der jugoslawische Staat litt unter diesem Bündnis, für das er gleichzeitig mit verantwortlich war. Der Autor verfolgt die Entwicklung des religiösen Nationalismus bei Serben und Kroaten von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Dabei kommt er auch auf Themen, die bislang wenig beachtet worden sind: den russischen Einfluss auf die serbische Orthodoxie, die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der kroatischen Diaspora und das Verhältnis des Klerus zu Globalisierung und Menschenrechten.
Aus dem Inhalt: Nationales und Universales in der serbischen Orthodoxie – Katholizismus und Jugoslawismus – Russen und Serben in der Geistlichen Akademie Kiev (1850-1914) und in den orthodoxen Lehranstalten Jugoslawiens (1920-1941) – Überlegungen zum Kirche-Staat-Verhältnis im sozialistischen Jugoslawien – Die katholische Kirche in der kroatischen Diaspora – Die Serbische Orthodoxe Kirche im Kosovokonflikt 1960-2004 – Serbiens Orthodoxie im globalen Zeitalter – Christentum und Menschenrechte in Osteuropa.