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Urteilen und Handeln

Ein Prozessmodell und seine moralpsychologische Spezifizierung

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Karin Heinrichs

«Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es» – so Erich Kästner. Aber es ist nicht einfach, Gutes zu tun oder zu moralisch richtigem Handeln zu erziehen. Die inneren Vorgänge, die unser Handeln bestimmen, sind sehr komplex. Ohne diese Vielschichtigkeit zu ignorieren, wird im entwickelten Modell der Entstehungsprozess von Handeln insbesondere in moralrelevanten Situationen strukturiert und charakterisiert. Das Prozessmodell bietet Anknüpfungspunkte, nicht nur um die Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen und von der Situation für Handeln zu erklären, um den Zusammenhang von (moralischen) Urteilen und Handeln zu spezifizieren und um die Rolle von Reflexion und Intuition im (beruflichen) Alltagshandeln zu präzisieren, sondern auch um die gängige Praxis der Moralerziehung kritisch zu reflektieren.
Aus dem Inhalt: Problemstellung – Erkenntnistheoretische und gegenstandsbezogene Annahmen eines Prozessmodells von Handeln in moralrelevanten Situationen – Charakterisierung der Aktualgenese von Handeln als Folge von Teilprozessen, rekonstruiert als Sequenz von Input-Output-Relationen – Rationale Rekonstruktion der Aktualgenese und selbstkritische Ergänzungen des Handlungsmodells – Moralpsychologische Spezifizierung des Modells - Kritische Reflexion der Kohlberg-Theorie der Moralentwicklung aus handlungstheoretischer Sicht – Der Beitrag des Prozessmodells zu einer theoretisch progressiven Modellreihe zum Zusammenhang von moralischem Urteilen und Handeln; Verwertungsmöglichkeiten des Modells in Handlungs- und Moralpsychologie sowie in der Moralpädagogik und der Wirtschafts- und Unternehmensethik.