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Intellectus fidei als intellectus unitatis

Zum Vernunftbegriff bei Klaus Hemmerle

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Michael Leputsch

In Leben aus der Einheit erbittet Klaus Hemmerle (1929-1994) von seinen Lesern einen neuen Umgangsstil, um dem Gedanken, den er darbieten möchte, ein rechtes Mitdenken zu gewähren. Jeder Gedanke stellt für ihn die Frage: Willst du mich nicht doch denken? Denken in Einheit und auf Einheit hin – dem galt Hemmerles ganze denkerische Anstrengung. Von seiner Schelling-Interpretation bis hin zu seinen späten Texten geht es ihm um die Entwicklung eines Begriffs der Vernunft, der fähig ist, Unterschiedenheit auf Einheit hin zu bedenken und Gemeinschaft im Denken zu gewähren: intellectus fidei als intellectus unitatis. Diese Untersuchung versucht, diesen Begriff der Vernunft zu erhellen, in seinen Entwicklungszusammenhängen zu erschließen und auf dem Feld der Christologie zu bewähren.
Aus dem Inhalt: Gott und das Denken nach Schelling: dialogische Analogie – Einheit als Denk- und Lebensstil – Denken im Spannungsbogen von Philosophie und Theologie – Denken und Spiritualität: Hemmerles Denken in seiner Begegnung mit dem Charisma Chiara Lubichs – Denken im Und des Gesprächs – Das Und im Begriff der Vernunft: Grundzüge eines intellectus unitatis – Exemplifikation des Und am Beispiel der Christologie Hemmerles.