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Die Justizreform in der Frühzeit der Bundesrepublik

Die Beratungen der Kommission zur Vorbereitung einer Reform der Zivilgerichtsbarkeit in den Jahren 1955 bis 1961

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André Book

Die Große Justizreform und die Reform der Zivilprozeßordnung von 1877/98 begleiten die Rechtsgeschichte Deutschlands seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute, wo erneut die Notwendigkeit einer Großen Justizreform sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik diskutiert wird. Auch in der Frühzeit der Bundesrepublik bestimmte die Frage nach der Großen Justizreform die rechtspolitische Diskussion, die das Bundesministerium der Justiz 1955 zu der Einsetzung einer Kommission zur Vorbereitung einer Reform der Zivilgerichtsbarkeit veranlaßte. Berufen wurden in diese Kommission so bedeutende Juristen wie Fritz Baur, Helmut Coing, Bruno Heusinger und Hermann Weinkauff. Kernthema der Arbeit sind die Beratungen, die die Kommission während ihrer Tätigkeit in den Jahren 1955 bis 1961 gehalten hat. Anhand der umfangreichen, nicht veröffentlichten Protokolle und des Abschlußberichtes werden der Verlauf der Erörterungen und das in der Kommission vertretene Reformpotential dargestellt und die Gründe für das nahezu vollständige Scheitern der Idee der Großen Justizreform herausgearbeitet.
Aus dem Inhalt: Die Entwicklung der Zivilgerichtsbarkeit von 1871 bis 1955 – Die Beratungen der Kommission zur Vorbereitung einer Reform der Zivilgerichtsbarkeit – Große Justizreform – Der künftige Richter – Dreigliederung der Gerichte – Ausgliederung von richterlichen Aufgaben – Beschränkung der Rechtzüge und Rechtsmittel – Besetzung der Zivilgerichte – Umgestaltung des Zivilprozesses.