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Jesus und Johannes der Täufer im Matthäusevangelium

Eine sozio-rhetorische Untersuchung zur Darstellung Jesu und Johannes des Täufers im Matthäusevangelium

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Ho-Seung Ryu

Diese Arbeit untersucht das Verhältnis von Täuferbewegung und Jesusbewegung im Matthäusevangelium mit Hilfe der sozio-rhetorischen Methode. Wonach fragt diese Methode und von welchen Annahmen geht sie aus? Das Matthäusevangelium wurde vom Matthäus-Evangelisten geschrieben, der seine Gemeinde mit Hilfe seiner Schrift über den historischen Jesus von Nazareth zu leiten suchte. Er hat einen grundlegenden Text für das Gemeindeleben geschaffen. Der Matthäus-Evangelist als Führer seiner Gemeinde musste ein Bild von Jesus schaffen, das mit den Überzeugungen und Traditionen seiner Gemeinde übereinstimmte. Außerdem schrieb der Matthäus-Evangelist sein Evangelium als ein Prediger. Er wollte auf seine Zuhörer Einfluss ausüben. Das heißt er hatte rhetorische Ziele. Daher ist er sowohl ein Redakteur, der seinem Material einige Passagen hinzufügt und andere streicht, als auch ein literarischer Schreiber, der einen kohärenten Text gestaltet. Darüber hinaus ist er ein Gemeindepraktiker, der Kirchenpolitik mit Hilfe seines Evangeliums ausübt. Aus diesem Grund müssen wir die Wirkungen «vor dem Text» untersuchen, welche der Evangelist Matthäus bei der Abfassung angestrebt hat.
Aus dem Inhalt: Historische Reminiszenzen im Täuferbild des Matthäusevangeliums – Parallelität des Täufers (und seiner Jünger) und Jesus (und seiner Jünger) im Matthäusevangelium – Konkurrenz zwischen Täuferanhängern und Jesusanhängern im Matthäusevangelium.