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Blasmusik und ihre Vermittlung in Bayerisch-Schwaben im 19. Jahrhundert

Unter besonderer Berücksichtigung der Klarinette

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Simone Waigel

Diese Arbeit widmet sich einem Musikgenre und dessen Vermittlung, dem eine besondere Popularität eigen war und zum Teil bis heute ist. Blasmusik gehört zu denjenigen Musikarten, die – wie vielleicht noch die Chormusik – relativ viele Menschen im 19. Jahrhundert als klingendes musikalisches Ereignis erleben konnten. Die Autorin beschäftigt sich mit dieser Thematik in regionalem Bezug auf Bayerisch-Schwaben, zeitlich im Wesentlichen eingegrenzt auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts und als ausgebildete Klarinettistin mit besonderem Blick auf die Klarinette und das Klarinettenspiel. Ausgangspunkt der Arbeit ist die Feststellung, dass um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert die Wertschätzung der Klarinette deutlich zunahm und in der Folge in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein reichhaltiges Repertoire an Kompositionen für und mit Klarinette entstand. Das Untersuchungsinteresse der Autorin richtet sich in dieser Arbeit vor allem auf musiksoziologische Sachverhalte und die Vermittlung des Musizierens auf Holzblasinstrumenten. Im Sinne der Systemtheorie (Luhmann) deutet die Autorin die Entwicklung der Blasmusik und ihrer Lehre im Kontext der Wechselwirkung mehrerer Systeme, wobei unter anderem die politischen, territorialen, wirtschaftlichen und musiksoziologischen Rahmenbedingungen für die Entfaltung der Blasmusik in Bayerisch-Schwaben Berücksichtigung erfahren.
Aus dem Inhalt: Blasmusik im Rahmen der Musikkultur und Bildungspolitik im Kurfürstentum und späteren Königreich Bayern – Tanz- und Wandermusikanten – Landwehrkapellen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – Politische, territoriale, wirtschaftliche und musiksoziologische Rahmenbedingungen des Musiklebens in Bayerisch-Schwaben im 19. Jahrhundert.