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Die kleineren Sprachen in der Romania

Verbreitung, Nutzung und Ausbau

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Ulrich Hoinkes

Ein Kernanliegen dieses Buches ist es, die Vitalität der kleineren Sprachen in der Romania an verschiedenen Beispielen aufzuzeigen. Gegenstand der Untersuchungen sind dabei die Sprachen Galicisch, Katalanisch, Baskisch, Bearnesisch, Bretonisch, Dolomitenladinisch, Venezianisch und Moldauisch. Die Autoren behandeln zum Teil die soziokulturellen Entstehungsbedingungen dieser Sprachen, thematisieren aber vor allem die Aspekte ihrer modernen gesellschaftlichen Funktionalität. Der Sammelband vermittelt somit einen neuen Blick auf die ansonsten im öffentlichen Bewusstsein weniger präsenten Sprachen, indem er sie nicht unter dem Gesichtspunkt ihrer Existenzbedrohung darstellt, sondern ihren Beitrag zu einer sozial wichtigen Identitätsbildung ihrer Sprechergemeinschaften in den Vordergrund rückt.
Inhalt: Carsten Sinner: Galicisch als Sprache der Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung? – Fred Boller: ¿Como falan os galegos? - Überlegungen zum Sprachverhalten der Galicier – Francisco Fernàndez Rei: Galego oral e galego estándar. Consideracións sobre a codificación léxica e as variedades sociais – Barbara Roviro: Katalanisch als Bildungssprache – Martin Haase: El purismo en el euskera – Ulrich Hoinkes : La langue béarnaise : histoire et actualité de son usage – Hans-Ingo Radatz: Wie keltisch ist die Bretagne? – Andre Klump: Das Dolomitenladinische als Amts- und Wissenschaftssprache – Gesa Schröder: Andemo a rasonar! - Soziale Wirklichkeit und fachkommunikative Dimensionen des Venezianischen – Sophia Simon: «Parole che dicono tutta una frase» - Fachtermini im Handwerk und sektorenspezifische Kommunikation als Domänen der Spracherhaltung in L’Alguer (Sardinien) – Harald Haarmann: Das Moldauische (Moldawische) - Aufstieg und Fall einer Standardsprache.