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Wittgensteins ‘große Maschinenschrift’

Untersuchungen zum philosophischen Ort des "Big Typescripts</I> (TS 213) im Werk Ludwig Wittgensteins

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Stefan Majetschak

Unter den Typoskripten in Wittgensteins Nachlaß nimmt das Big Typescript von 1933 eine Sonderstellung ein. Denn kein anderes von Wittgenstein selbst zusammengestelltes Textkonvolut erweckt so sehr den Eindruck eines fertigen, ‘konventionellen’ Buches wie diese 768 Typoskriptseiten. Doch ist das Big Typescript tatsächlich so etwas wie ein fertiges Buch? Darf man es gar als dasjenige ansehen, an das Wittgenstein dachte, als er im Juni 1931 von ‘ seinem Buch’ sprach? Hat man es hier vielleicht sogar mit einem eigenständigen Werk der mittleren Periode seines Denkens zu tun? Und welchen systematischen Stellenwert haben die im Big Typescript niedergelegten Gedanken im Blick auf das Früh- und Spätwerk? Die Untersuchungen dieses Buches versuchen, solche Fragen einer Klärung näherzuführen.
Aus dem Inhalt: Wolfgang Kienzler: Die Stellung des Big Typescripts in Wittgensteins Werkentwicklung – Eugen Fischer: Therapie statt Theorie. Das Big Typescript als Schlüssel zu Wittgensteins später Philosophieauffassung – Stefan Majetschak: Philosophie als Arbeit an sich selbst. Wittgenstein, Nietzsche und Paul Ernst – Hans Julius Schneider: Satz - Bild - Wirklichkeit. Vom Notationssystem zur Autonomie der Grammatik im Big Typescript – Christian Stetter: Der Begriff der Grammatik in Wittgensteins Big Typescript – Josef Simon: Zeichenerklärungen. Zeichen und Bedeutung in Wittgensteins Big Typescript – Donatella Di Cesare: Die Bedeutung dekonstruieren. Bemerkungen anhand des Big Typescripts – Matthias Kroß: Wittgensteins logistisches Interesse an der Intention – Peter Kunzmann: Der Ort des Denkens. Denken und Gedanke im Big Typescript – Michael Kober: Wittgensteins Überlegungen zur Handlungstheorie im Big Typescript. Über Wollen, Wünschen, Beabsichtigen, Erwarten, Grund, Motiv und Ursache in den Sektionen 76-85 – Joachim Schulte: Idealismus im Big Typescript – Wilhelm Lütterfelds: «Schmerzen h a b e n». Wittgensteins frühes Plädoyer für eine solipsistische Privatheit des Inneren – Anja Weiberg: Wittgensteins Auffassung der Mathematik im Big Typescript – Klaus von Stosch: Gründe des Glaubens. Hat die Frage nach Gott auf dem Weg zum Spätwerk noch einen Ort in Wittgensteins Denken?