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Jugendliche vor und nach der Berufsvorbereitung

Eine Untersuchung zu diskontinuierlichen und nichtlinearen Bildungsverläufen

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Stephan Schumann

Jährlich geht ein großer Anteil von Jugendlichen aufgrund des Mangels an Ausbildungsplätzen in einen berufsvorbereitenden Bildungsgang über. In dieser Studie werden ausgehend vom 6. Lebensjahr die Bildungs- und Erwerbsverläufe von rund 200 Jugendlichen untersucht, die ein Berufsvorbereitungsjahr in Berlin besucht haben. Für den allgemein bildenden Bereich lassen sich insbesondere sehr hohe Quoten an Klassenwiederholungen sowie ein geringer schulischer Erfolg beobachten. Für die Zeit nach der Berufsvorbereitung wird deutlich, dass weniger als der Hälfte der Jugendlichen eine nachhaltige Eingliederung in eine Berufsausbildung gelingt. Zudem verweisen die Ergebnisse auf die sehr engen Zeitfenster, in denen ein Übergang in eine Ausbildung realisiert werden kann. Die Befunde gehen mit Implikationen im Hinblick auf eine Flexibilisierung von Übergangsmöglichkeiten innerhalb des Berufsbildungssystems einher.
Aus dem Inhalt: Bildungsverläufe – Schultheoretische Aspekte – Zusammenhänge zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem – Ausbildungsstellenmarkt und Arbeitsmarkt – Normalbiographie – Diskontinuität und Nichtlinearität – Jugendliche ohne Schulabschluss – Jugendliche mit Migrationshintergrund – Berufsvorbereitung – Vorzeitiges Verlassen von Bildungsgängen – Nachträglicher Erwerb von Schulabschlüssen – Verlaufsmuster – Retrospektive Erhebung von Verlaufsdaten.