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Raum als kommunikative Ressource

Eine handlungstheoretische Analyse visueller Sprachen

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Ulrike Wrobel

Gebärdensprachen wurden bisher in enger Analogie zu Lautsprachen analysiert. Mit dieser Arbeit wird erstmals eine Revision gebärdensprachlinguistischer Theorien vorgelegt, indem ein funktionalpragmatischer Ansatz verwendet wird. Die Rolle des Raumes in visuellen Sprachen wird untersucht. Als Datengrundlage dienen unterschiedliche Gebärdenverzeichnisse der DGS wie Lehrbücher und Internet-Lexika. Gebärdensprachlinguistische Konzepte wie zum Beispiel Raum, Bewegung, Phonem und Verb werden hinterfragt und auf ihre Anwendbarkeit geprüft. Im Ergebnis steht der Vorschlag einer handlungstheoretischen Analyse. Hierin wird die in der Theorie gängige Isolierung von Sprache gegenüber der Wirklichkeit und ihrer mentalen Verarbeitung aufgehoben.
Aus dem Inhalt: Revision der gebärdensprachlinguistischen Nutzung von Raum – Raum als kommunikative Ressource visueller Sprachen – Zweifel am emischen Status der Phoneme – Phasen der Konzeption von Bewegung – Raumnutzung bei Verben – Analyse-Räume – Der Begriff Perspektive – Origo und Sprechzeitraum.