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Rechtskatholizismus in der Ersten Republik

Zur Ideenwelt der österreichischen Kulturkatholiken 1918-1934

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Otto Weiß

Im Mai 1926 registrierte der Philosoph Peter Wust die Formierung einer deutschen katholischen «Kulturfront», deren «Standquartier» er in Wien zu erkennen glaubte. Tatsächlich hatten sich führende Kulturkatholiken in Wien um zwei Zeitschriften – Das Neue Reich und Die Schönere Zukunft – gruppiert, die über Österreich hinaus als «Speerspitze» eines nach rückwärts gewandten Rechtskatholizismus einen bedeutenden Einfluss ausübten. Vorgestellt werden die Hauptrepräsentanten dieser Gruppe, ferner die von ihnen geführten Diskurse – besonders ihre Bemühungen um eine neue Identität Österreichs als eines «besseren Deutschland» –, ihre autoritären Leitlinien für katholische Politik und Kultur und ihre Feindbilder, angefangen von den Juden über die Sozialisten bis hin zur Demokratie.
Aus dem Inhalt: Die Repräsentanten der katholischen Kulturfront in Wien – Offene Diskurse – Leitideen katholischer Politik und Kultur – Die Feindbilder des konservativen Katholizismus.