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Selbstthematisierung im Spiegel des Fremden

Nord-Süd-Antagonismus bei Stendhal

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Jasmin Lemke

Stendhal zählt nicht nur zu den bedeutendsten französischen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts, sondern auch zu den aktivsten Europareisenden seiner Zeit. Sein Werk ist von einer permanenten Auseinandersetzung mit anderen europäischen Ländern geprägt, in der sowohl der Norden als auch der Süden und besonders deren Antagonismus eine wichtige Rolle spielen. Die Hinwendung zum Fremden ist vor allem im Hinblick auf das Eigene relevant: Stendhal thematisiert im Fremden sein eigenes Land sowie seine eigene Person. Auf Grundlage der Imagologie beleuchtet diese Untersuchung die mit der «Selbstthematisierung im Fremden» verbundenen Prozesse von Identitätskonstruktion und weist sie in verschiedenen Bereichen nach. Dabei stellt sich besonders der Norden als facettenreiches Untersuchungsgebiet heraus.
Aus dem Inhalt: Konstruktion des Nord-Süd-Antagonismus in Frankreich vom 17. Jahrhundert bis zu Stendhal – Stendhals Reisen und Reiseliteratur – Stendhals Menschenbild: der Essay De l’Amour, das Novellenwerk und der Roman Le Rouge et le Noir – Stendhals Ästhetik-Konzeption: die Essays über Musik, Malerei und Literatur.