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Glaube und Denken

19. Jahrgang 2006- Jahrbuch der Karl-Heim-Gesellschaft

Series:

Martin Rothgangel and Hans Schwarz

Karl Heim (1874-1958) prägte als Theologe an den Universitäten Halle, Münster und seit 1920 in Tübingen sowie von 1920 bis 1948 als Frühprediger an der Tübinger Stiftskirche Generationen von Pfarrern. Unter seinen Zuhörern befanden sich auch viele Nicht-Theologen, denn Karl Heim konnte einerseits komplizierte naturwissenschaftliche Sachverhalte erstaunlich einfach und doch zutreffend elementarisieren und andererseits den christlichen Glauben mit diesen Ergebnissen in einen fruchtbaren Dialog bringen. Dieses Jahrbuch mit der Dreiteilung: christliche Fundamente, wichtige Gestalten im Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften und ethische Problemanzeigen sowie Lösungspunkte versteht sich in der Tradition von Karl Heim. Es möchte in seinem Sinn zu einer biblisch-christlichen Orientierung in einer technisch-wissenschaftlichen Welt anleiten. Dieser Grundansatz der Theologie Karl Heims hat fast 50 Jahre nach seinem Tod nichts an Aktualität eingebüßt.
Aus dem Inhalt: Reiner Anselm: Warum Wissenschaft Religion braucht. Anmerkungen zur Neubestimmung eines schwierigen Verhältnisses – Reinhard Hempelmann: Voraussetzungen und Ausdrucksformen religiös-weltanschaulicher Vielfalt – Meike Rodegro: «Traditionsabbruch» - Problemanzeige oder Mythos? Einige kritische Gedanken zu einem populären Begriff – Andrea König: Giordano Bruno. «Academico di nulla Academia - detto il Fastidito» - Ein Naturphilosoph im protestantischen Deutschland – Svenja Meindl: Otto Zöckler - Ein Theologe im Spannungsfeld zwischen Theologie und Naturwissenschaft im 19.Jahrhundert – Ulrich Beuttler: Die gegenwärtige Relevanz von Karl Heims Welt- und Wirklichkeitsverständnis - Eine thesenhafte Skizze – Martin Rothgangel: Grundzüge von Wolfhart Pannenbergs Dialog mit den Naturwissenschaften – Astrid Dinter: Der Diskurs zwischen Theologie und Naturwissenschaft und seine Implikationen für den interreligiösen Dialog. Wissenschaftstheoretische Analysen ausgehend vom Werk John Polkinghornes – Gerhard Rogler: Die «trostlose» Medizin – Bruno Schmid: Biotechnik und Menschenwürde – Stefan Iloaie: Die moralische Verantwortung, grundlegendes Prinzip für die Christen des dritten Jahrtausends - ein orthodoxer Gesichtspunkt – Jürgen Hübner: Mensch und Tier - Ethik im Zeitalter der Gentechnik – Peter C. Hägele/Hans-Klaus Keul: Zwischen Wissen und Wollen. Ethische Aspekte der Physik.