Show Less
Restricted access

«Das schwierige Ganze»

Postmoderne und die «Trilogie der Entgeisterung» von Robert Menasse

Series:

Aneta Jachimowicz

In der Postmoderne ist das Ganze eine Sache der Unmöglichkeit. Das Pathos der Totalität wurde vom Pathos der von den Postmodernisten positiv bewerteten Pluralität ersetzt. Robert Menasse stellt dieser Erscheinung in seiner «Trilogie der Entgeisterung» eine negative Diagnose aus. Durch die Aufrechterhaltung der Einheit von Inhalt und Form schafft er ein totales Werk und erhebt sich über die Misere der in seiner Romanreihe beschriebenen Zeit. Ist aber dadurch seine Trilogie als kein postmodernes Werk aufzufassen? Das Ziel der Arbeit ist zu zeigen, dass das Schaffen eines totalen Werks in der Epoche der Zersplitterung lediglich eine Illusion ist. Die Fiktion des Ganzen spricht für den postmodernen Charakter von Menasses Trilogie.
Aus dem Inhalt: Postmoderne – Posthistoire – Krise der Erzählbarkeit – Moderne versus Postmoderne – Lukács und die Totalität – Postmoderner Engel – Am Ende der Geschichte – Original-Kopien im Zeitalter der «kulturellen Kristallisation» – «Anästhetik» der Kunst – Zitat als Literaturvorteil – Zwischen Kopie und Originalität – Menasses «Trilogie der Entgeisterung» und die Postmoderne.