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Gründungsverhalten und Direktinvestitionen

Eine theoretische und empirische Analyse

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Dirk Kuttenkeuler

Die regionale Wettbewerbsfähigkeit stärken zu wollen, ist vielerorts das erklärte Ziel der Politik. In den Debatten über den Instrumenteneinsatz zur Erreichung dieses Ziels bleibt eine wesentliche Frage meist ausgeklammert: die nach den möglichen Auswirkungen von einströmendem Investivkapital auf das unisono erklärte Zwischenziel einer Erhöhung der Gründungsaktivität. Die Arbeit verfolgt daher das Ziel, den Gründungseinfluß ausländischer Direktinvestitionen theoretisch zu analysieren und für 13 Länder und 53 Regionen der Europäischen Union im Rahmen einer Panelanalyse empirisch zu überprüfen. Die Empirie bringt zum Vorschein, daß die theoretisch nicht determinierbare Gründungswirkung der Direktinvestitionen signifikant negativ ist: Einströmendes Investivkapital drosselt die Herausbildung neuer Firmen. Schließlich wird aus den Ergebnissen deutlich, daß der bremsende Gründungsimpuls der Direktinvestitionen nicht unabhängig von standortspezifischen Merkmalen der Zielregion ist. Vielmehr zeigt sich, daß der negative Gründungseffekt des ausländischen Investitionsengagements ganz wesentlich an den lokalen Spezialisierungsgrad der untersuchten Regionen gebunden ist.
Aus dem Inhalt: Bedeutung von Unternehmensgründungen – Bestimmungsfaktoren von Gründungen – Raumökonomische Gründungsdeterminanten – Gründungsopportunitäten durch einströmende Direktinvestitionen – Direktinvestitionen und raumökonomische Gründungsdeterminanten – Empirische Überprüfung – Ökonometrisches Modell – Panelökonometrische Analyse für 13 Länder und 53 Regionen Europas.