Show Less
Restricted access

Das musikalische Material und seine Behandlung im Frühwerk von Krzysztof Penderecki

Eine Studie zum Cluster und zur Klangfarbe

Series:

Hye Min Jeong

Der Cluster ermöglicht die Geräuscherzeugung, die als eine wichtige Tendenz der Musik in den sechziger Jahren bezeichnet werden kann. In den Frühwerken Pendereckis ist das Hauptelement der Cluster, der als Mittel zur klangfarblichen Modulation fungiert und zur Formbildung des Werkes beiträgt. Seine Clustertechnik ist von der Verfahrensweise der Elektronischen Musik stark beeinflußt. Pendereckis Differenzierung der Clustertechnik ist vor allem im Bereich des Clusterelements und der Clusterstruktur zu betrachten. Seine Variation für klangfarbliche Modifikation ist unbegrenzt. Zum Beispiel haben Toncluster in Polymorphia und Fluorescences einen akkordischen Aufbau, nämlich durch die Schichtung von Quart-, Terz- oder Oktavenintervallen. In Fluorescences bildet Penderecki sogar einen Cluster aus einem unabhängigen Einzelton, der überhaupt nicht in den Prozeß einer komplexeren Entwicklung des Clusters eingebunden ist.
Aus dem Inhalt: Grundlegende Aspekte in der Musiksprache Pendereckis – Aspekte der Clustertechnik – Pendereckis Definition des Clusters – Pendereckis Notationsweise der Klangfarbe – Pendereckis Clustertechnik in Anaklasis für Streichinstrumente und Schlagzeuggruppe (1959/60) – Chor-Cluster in Dimensionen der Zeit und der Stille für vierzigstimmigen Chor, Schlagzeuggruppen und Streichinstrumente (1959/60) – Polymorphia für 48 Streichinstrumente (1961) – «Geräusche als musikalisches Substrat» in Fluorescences für großes Orchester (1962) – Klangfläche und Intervalldenken in Stabat mater für drei gemischte Chöre (1962).