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Vatikan und Shoa

Die Haltung des Heiligen Stuhls zu den Juden von der Zeit des Nationalsozialismus bis zum Heiligen Jahr 2000

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Dietmar Päschel

Die Shoa markierte eine Zäsur in der Haltung der römisch-katholischen Kirche zu den Juden. Von dem entfesselten Rassenwahn des Nationalsozialismus herausgefordert, gelang es während der Shoa unter den Päpsten Pius XI. und Pius XII. nur ansatzweise, die Sicht auf das Judentum theologisch zu reflektieren und eine Verurteilung der Judenverfolgung dogmatisch zu begründen. Nach dem Ende der Hitlerdiktatur läutete der Vatikan einen umfangreichen Prozess der Neubesinnung in der Haltung zu den Juden ein, dessen Höhepunkt die Erklärung «Nostra aetate» des Zweiten Vatikanischen Konzils bildete. Der Autor zeichnet die Entwicklungslinien bis zum Ende des 20. Jahrhunderts nach und deutet unter Bezug auf das ekklesiologische Selbstverständnis der römisch-katholischen Kirche die Probleme an, die den Weg der Versöhnung mit dem Judentum kennzeichnen.
Aus dem Inhalt: Reichskonkordat – Enzyklika «Mit brennender Sorge» – Enzyklika-Entwurf gegen den Rassismus – Konziliare Erklärung «Nostra aetate» – Vatikanisches Dokument «Wir erinnern. Eine Reflexion über die Schoa» – Studie «Erinnern und Versöhnen» – Schuldbekenntnis und Vergebungsbitte durch Papst Johannes Paul II.