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Institution und Handlung

Hermann Hellers Staatslehre im Lichte analytischer Theorien sozialen Handelns

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Vera Gassmann

Institutionen sind soziale Handlungszusammenhänge. Diese sozialontologische Grundeinsicht vertritt bereits der Staatstheoretiker Hermann Heller, der zu den wichtigsten politischen Denkern der Weimarer Republik gehört. Seine Aktualität zeigt sich im Vergleich mit Vertretern analytischer Theorien sozialen Handelns, insbesondere dem amerikanischen Philosophen John R. Searle. Diese Arbeit bietet mit der Zusammenführung beider Theoriestränge eine handlungstheoretische Erklärung von Institutionen an, die einen Mittelweg zwischen einem reduktionistischen Individualismus und einem systemtheoretischen Holismus weist. Dies ist für die Politikwissenschaft relevant, die sich seit einigen Jahren zunehmend für politische Institutionen allgemein sowie den Staat im besonderen interessiert.
Aus dem Inhalt: Individualismus-Holismus-Debatte – Theorien sozialen Handelns in einer Mittelstellung zwischen Theorien individuellen Handelns und Systemtheorien – Theorien sozialen Handelns und Anthropologie – Hellers handlungstheoretische Erklärung von Institutionen im Verhältnis zur Searleschen Institutionenerklärung – Hellers handlungstheoretische Erklärung der Staatsorganisation.