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Humanitätsforschung als interdisziplinäre Anthropologie

Zur philosophischen Anthropologie zwischen Stammesgeschichte und Kulturdeutung

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Hans Lenk

Der Band entwirft eine praxis- und wissenschaftsnahe philosophische Anthropologie und berücksichtigt dabei biologische, systemtheoretische und sozialwissenschaftliche Ergebnisse. Auch normative philosophische Ansätze wie Verantwortung, Menschenrechtsfragen, Freiheit und Willensfreiheit sowie die Suche nach dem Sinn des Lebens werden behandelt. Auf historische Anfänge der Humanitätsforschung im alten China wird ebenso eingegangen wie auf Probleme der «konkreten Humanität» in der modernen «Ellenbogengesellschaft», der Kreativität in der Postmoderne usw. Die Kennzeichnung des Menschen als des kreativen, eigenleistenden, verantwortlichen und normativen Wesens steht im Mittelpunkt. Methodisch verdankt sich der Ansatz dem Schemainterpretationismus und der Philosophie der Interpretationskonstrukte des Verfassers. Er wendet diese Konzepte auf die Kennzeichnung des Menschen und die genannten Problemgebiete an.
Aus dem Inhalt: «Was ist der Mensch?» – Wie philosophisch ist die Anthropologie? – Integrative und prospektive Anthropologie. Bausteine der philosophischen Anthropologie als einer interdisziplinär eingebetteten Interpretationsdisziplin – Eine systemtheoretische Anthropologie – Von der kybernetischen und systemphilosophischen Anthropologie zur Cyber-Anthropologie? – Philosophische Anthropologie und Paläoanthropologie – Das charakteristisch Humane – Unausweichlichkeit der Anthropologie für historische Phänomenologie – Sinnsuche oder Sinngebung als Interpretationskonstrukt – Das Metastufenwesen und fruchtbare Metasprachlichkeit – Das verantwortliche Wesen – Emotionen und Gefühle werden schemainterpretatorisch erfasst, sind aber biologisch-evolutionär verankert – Soziobiologie des Humanen - Ersatz oder Herausforderung für Ethik und Anthropologie? – Soziobiologische Grundlagen des Gruppenhandelns und Anthropologie im biologischen Zeitalter – Entstehung der Idee und Ethik einer konkreten Humanität im alten China – Konkrete Humanität für die Ellenbogengesellschaft. Albert Schweitzers Hoffnung auf das Denken – Ein Menschenwürdeanrecht auf sinnvolle Eigentätigkeit – Freiheitlichkeit, Eigenleistung und Willensfreiheit – Der Mensch - das kreative Wesen.