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Studien zu Motiven und Themen zur Josefsgeschichte der Genesis

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Krzysztof Darius Lisewski

Seitdem G. von Rad 1953 postuliert hat, die Josefserzählung der Genesis als eine didaktische Erzählung zu lesen, die im Kontext der älteren Weisheit Israels entstanden ist, dauert eine Diskussion an, ob diese umfangreiche Erzählung wirklich ihren Sitz im Leben in der Weisheit hat. Wenn ja, dann in welcher Weisheit? Der älteren oder der jüngeren, nachexilischen? Kann sie überhaupt denselben Quellen bzw. Überlieferungen entstammen, denen die Erzelternerzählungen entstammen? Der Hauptgegenstand der Suche des Autors ist die theologische Lokalisierung der Josefsgeschichte. Die Hauptmethode besteht im Vergleich der wichtigsten Themen und Motive der Josefsgeschichte mit den Aussagen der biblischen Bücher, die solche Themen und Motive enthalten. Damit wird auch das Spektrum deutlich erweitert. Dieses Buch ist nicht nur eine Studie über die Josefsgeschichte der Genesis, sondern über viele andere Teile des Alten Testaments, wie auch über andere außerbiblische Texte. Deshalb ist es eine Studie zu den Motiven und Themen zur Josefsgeschichte und nicht nur der Josefsgeschichte selbst. Das Endergebnis ist keine endgültige Antwort auf die Frage, wann und wo die Josefserzählung entstanden ist. Sie stellt nur eine Antwort auf jene Frage dar, auf die man mit Hilfe der verwendeten Methodologie kommen kann. Sie ist ein Beitrag zur Diskussion um die Entstehungszeit und das Entstehungsmilieu der Josefsgeschichte.
Aus dem Inhalt: Frühe Wirkungsgeschichte der Josefserzählung in und außerhalb der Bibel – Forschungsüberblick – Das strukturelle Problem der Josefsgeschichte – Weisheitliche topoi in Gen 37-50: Gottesfurcht, Demut, Theologie der Versöhnung, Selbstbeherrschung – Gen 39 und die Sexualmoral – Theologische Zuordnung der Josefsgeschichte: ältere und jüngere Weisheit? – Ägyptisches Gedankengut im Hintergrund der Josefserzählung – Mantik und die Rolle der Traumdeutung – Theologie der göttlichen Führung.