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Kindheit – Schule – Erziehungswissenschaft in Mitteleuropa 1948-2008

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Johanna Hopfner, András Németh and Eva Szabolcs

Die Auswirkungen der unterschiedlichen Gesellschaftssysteme auf das Erziehungs- und Bildungswesen und die gravierenden Veränderungen seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stehen im Mittelpunkt dieses Bandes. Aus der Distanz und im kritischen Rückblick auf eine Epoche lassen sich die Gegebenheiten, aber auch die Irrungen und Wirrungen gelassener und gerechter beurteilen. Konstruktion und Wandel der Kindheitsbilder, bildungspolitische Rahmenbedingungen für Schule und Schulreformen sowie Funktionalisierung und Ideologisierung erziehungswissenschaftlicher Positionen und die allmähliche Normalisierung der Disziplin werden grundlegend, vergleichend, länderspezifisch und -übergreifend analysiert. So entsteht ein differenziertes Bild der zeitgeschichtlichen Pädagogik in Mitteleuropa jenseits von Verdammung oder Beschönigung.
Aus dem Inhalt: Johanna Hopfner/András Németh/Éva Szabolcs: Einleitendes zu Kindheit - Schule - Erziehungswissenschaft in Mitteleuropa – Éva Szabolcs: Remembering old school life: memories as sources of history of education research – Jutta Buchner-Fuhs: Generationales Lehrforschungsprojekt «Zeitreise in die Kindheit». Medial inszenierte Kindheit und Erinnerungserzählungen zum Aufwachsen in der DDR – Peter Tibor Nagy: Religious education and childhood in Hungary (1949-1960) – Johanna Hopfner: Kindheit in Retrospektiven - Ausgewählte Beispiele aus der Nachkriegszeit in Österreich – Katalin Kéri: Kinderdarstellung auf den Titelblättern der Nők Lapja (Illustrierte für Frauen) in den 1950er Jahren – Jane Schuch: Pädagogische Perspektiven: Fotografien als Quelle für Bildungsgeschichte in der Spätphase der DDR – Judit Hegedűs: Kinderschutz der 50er Jahre – Gabriele Förster: Erziehungsberatung in der DDR - Was blieb? – Júlia Tészabó: Politics in the nursery. Toys in a politicised age in Hungary, 1945-1953 – János Géczi: Hungarian Educational Journals Between 1945 and 1956 – Edvard Protner: Entwicklung und Situation der kirchlichen privaten Schulen in Slowenien nach dem zweiten Weltkrieg – Rotraud Coriand: Lehren und Lernen als didaktische Grundrelation: Lothar Klingbergs Theorie des lernenden Lehrens und lehrenden Lernens (1987) – György Mikonya: Education and Revolution - Images from the Hungary of 1956 – Andreas Pehnke: Mechanismen ostdeutscher Reformpädagogik-Ausgrenzung – Attila Nóbik: Béla Tettamanti und die Anfänge der sozialistischen Erziehungswissenschaft an der Universität Szeged – Németh András: Der Sonderweg der ungarischen Universitätspädagogik nach 1945 – Géza Sáska: The Emergence of the «Real» Socialist Pedagogy – Béla Pukánszky: Paradigmenwechsel oder Konsolidierung? Die Rolle György Ágostons in der Szegediner erziehungswissenschaftlichen Schule in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg – Zsuzsanna Hanna Biró: Merkmale der erziehungswissenschaftlichen Kommunikation in Ungarn um die Jahrtausendwende und ihr Verhältnis zu den kontinentalen Entwicklungsmodellen der Erziehungswissenschaft – Yoichi Kiuchi: Philosophische Diskussionen in der japanischen Erziehungswissenschaft der Gegenwart.