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Das älteste Zwickauer Stadtbuch (1375-1481) und seine Sprache

Nach Vorarbeiten von Karl Steinmüller unter Berücksichtigung sachlicher, sprachgeschichtlicher, lautlicher, grammatischer und syntaktischer Gesichtspunkte sowie durch Einbeziehung aller Personennamen

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Helmut Protze

Das älteste Zwickauer Stadtbuch 1375 bis 1481 enthält wichtige Einblicke in das letzte Viertel des 14. und Dreiviertel des 15. Jahrhunderts, als die Stadt zu den bedeutendsten Städten des Kurfürstentums Sachsen gehörte. Ihre Entwicklung steht im Zusammenhang mit der Erregung des Bergbaus auf dem Schneeberg. Schon seit 1475 entfaltet sich die Tuchmacherei. Ihr Export führt bis Krakau, Posen, Danzig, Regensburg, Linz, Wien; hinzu kommen die drei Leipziger Märkte. Die Bevölkerungszunahme zwischen 1462 und 1492 ist groß. 1532 hat Zwickau 7677 Einwohner. Das wirtschaftlich gestärkte Bürgertum trat selbstbewußt gegen den Adel auf. Der Humanismus wirkte befreiend und förderte das Schulwesen. Im Stadtbuch finden sich viele kulturhistorisch wichtige Belege über Testamente, Urfehde, Ablaß, Hussiteneinfälle, Schulgesetze um 1400. Der vollständige Text wird mitgeteilt. Die Sprache ist mitteldeutsch mit ostfränkischen Einflüssen. Die Beigabe aller Personennamen verdeutlicht die Entstehungszeit unserer Familiennamen.
Aus dem Inhalt: Sprachliche Analyse des Textes – Bedeutung für das Ostmitteldeutsche – Frühe Schulgesetze um 1400 – Personennamen – Erklärungen typischer Namen – Wörterliste – Lexikalische Besonderheiten in Form und Bedeutung – Schriftproben.