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Genetic Screening

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Michael Fischer and Markus Hengstschläger

Wie werden in Debatten um «Genectic Screening» die Programme und Normen begründet, auf denen das Verhältnis von Natur (Naturwissenschaften) sowie Gesellschaft und Kultur (Sozial- und Kulturwissenschaften) eigentlich beruht? Wie kann überhaupt ein Wissensmanagement die Komplexität der Wissensproduktion in der Genetik erklären und ihre technischen Anwendungsmöglichkeiten gesellschaftlich rückbinden und plausibilisieren? Wie lässt sich (und das setzt ein kompetenter Ethikdiskurs voraus) die methodische Erzeugung und Entwicklung (natur)wissenschaflichen Wissens in eine Sprache der Alltagskultur übersetzen, will man an der Idee einer Entscheidungskompetenz der Bürger über genetische Fragen festhalten? Gerade im Dialog naturwissenschaftlicher Wissensbestände, wie etwa die der Genetik mit anderen gesellschaftlichen Kernfeldern wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Kunst und Bildung werden die wechselseitigen Ansprüche kaum geklärt und die dünne Verstehenskompetenz macht einen kompetenten Dialog unmöglich. Wie soll da Verantwortung ausgehandelt werden? Ziel dieses Buches ist es, mehr Klarheit über die ethische Verantwortung der gesellschaftlichen Gesamtentwicklung zu erreichen.
Aus dem Inhalt: Markus Hengstschläger: Nutzen genetischer Diagnostik. Eine Einführung – Johann W. Bauer: Genetische Analytik als Basis für Diagnose und Therapie – Olaf A. Bodamer: Das Österreichische Neugeborenen Screening - der aktuelle Stand – Michael Krainer: Molekulargenetische Grundlagen häufiger Krebserkrankungen: Basis für Früherkennung und neue therapeutische Ansätze – Christian F. Singer: Familiärer Brust- und Eierstockkrebs Ulrich H. J. Körtner: Zu wessen Nutzen? Genetik im Dienst von individueller Gesundheit und Public Health - individualethische und sozialethische Fragestellungen – Wilhelm Donner: Ist die Verbesserung des Menschen als Sozialprogramm mehrheitstauglich? – Gottfried Endel: Bevölkerungs-Screening und Krankenbehandlung: Zuordnung aus der Sicht der Krankenversicherung.