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Das symbolische Denken als Schlüssel zum Verständnis der negro-afrikanischen (Bantu-)Weltanschauung

Eine religionsphilosophische Deutung im Anschluss an die Kulturphilosophie Ernst Cassirers

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Cäsar Mawanzi

Dem Thema «Symbolisches Denken» liegt eine Ausgangshypothese zugrunde, der zufolge im Symboldenken der Afrikaner ein wesentlicher Schlüssel zum Verständnis ihres Denkens, ihrer Lebenswelt, Religion und Kultur liegt. Im Horizont afrikanischer Kultur legt diese Abhandlung nahe, dass das symbolische Denken als geistiges Substrat (Grundlage) und konstitutive Struktur der Bantu-Kulturen/Religionen betrachtet werden muss. Zur Erschließung der Welt- bzw. Wirklichkeitserfahrung und zum Verständnis der Offenbarung bedient sich der Afrikaner vielfältiger symbolischer Konstrukte (Mythen, Riten, Sprichwörter, usw.). Demnach ist der Afrikaner ein Wesen, das mittels seiner symbolischen Sprache reflektierend und artikulierend seine Lebenswelt gestaltet. Darüber hinaus wirft der hier zu entfaltende Diskurs über das negro-afrikanische Symboldenken klärendes Licht auf die Stellung der traditionellen Religion im Netz der Kulturen. Die Philosophie Cassirers dient als hermeneutischer Rahmen dieser Studie. Vor diesem Hintergrund widmet sich dieser Versuch einer neuen Fundierung eines afrikanischen philosophisch-theologischen Diskurses auf den Grundlagen der Hermeneutik der Symboltheorie Cassirers.
Aus dem Inhalt: Die negro-afrikanische Religion im Netz der Kulturen – Das Symbol als hermeneutischer Schlüssel zur Transzendentalität in der Erzähltradition – Symbolvermittlung als Grundlage einer Sakramententheologie – Die Bantu-Spiritualität – Das Zeitverständnis im Spannungsfeld der Kulturen (Eschatologie) – Die Pluralität der Kulturformen – Das Identitätsproblem als Ansatz interkulturellen Verstehens – Kulturphilosophie Cassirers als Herausforderung eines ekklesiologischen Denkens der Gegenwart.