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Die soziale Kontrolle im virtuellen Raum

Eine juristische, soziologische und sozialpsychologische Untersuchung der Instrumentalisierbarkeit von Internetkriminalität

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Dennis Teschner

Diese interdisziplinär angelegte Arbeit beschreibt zunächst die mediale sowie die rechtsdogmatische Konstruktion eines vermeintlichen rechtlichen Vakuums. Beide Ebenen ergänzen sich und nähren kontinuierlich den Eindruck, es bedürfe einer ständigen Verengung sozialer Kontrollmechanismen. Dies wiederum macht es den Menschen in einer digitalisierten Welt immer schwerer sich der zunehmenden Überwachung zu entziehen. Anhand verschiedener sozialpsychologischer Ansätze und anhand des Foucault’schen Modells der historischen Entwicklung der sozialen Kontrolle wird dargelegt, wie dieses «rechtliche Vakuum» gewissermaßen als «Trojanisches Pferd» fungiert und den Einzelnen dazu bewegt, seiner Kontrollierbarkeit – und letztendlich auch seiner Beherrschbarkeit – freiwillig zuzustimmen. Die Arbeit geht dabei ausdrücklich nicht von einem «Verschwörungsansatz» aus, soll aber dennoch eine schleichende und tiefgreifende Entwicklung innerhalb unserer Gesellschaft transparent machen.
Aus dem Inhalt: Die Desinformationsgesellschaft – Der mediale Mythos vom «rechtsfreien Raum» – Das Internet als virtuelles Spiegelbild unserer Gesellschaft – Das strafrechtliche Ubiquitätsprinzip und die vermeintlichen «Regelungslücken» – Der «Sheriff im globalen Dorf» – Der Albtraum eines universellen Strafrechts – Der Weg in die vollständige Überwachung – Sozialpsychologische Aspekte eines sich verändernden Massenbewusstseins.