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Von Schatten und Bildern zur Wahrheit

Die Erschließung der «Offenbarung» bei John Henry Newman

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Jutta Graf

«Von Schatten und Bildern zur Wahrheit.» Dieser Spruch ziert den Grabstein des anglikanischen und später katholischen Theologen John Henry Newman (1801-1890). Er charakterisiert dessen Leben als beständiges Streben nach der Wahrheit. Zugleich deutet der Spruch auf ein Prinzip hin, an dessen Erforschung Newman maßgeblich beteiligt war: die Entwicklung der Glaubenslehre. Die Offenbarung ist mit Christus vollständig gegeben, aber ihre Erschließung ist ein Prozess, der sich in Raum und Zeit schrittweise entfaltet. Wie die christliche Lehre zugleich eine dynamische Entwicklung verzeichnen und ihre Identität wahren kann, war eine der wesentlichen theologischen Fragen des 19. Jahrhunderts, der sich Newman aufrichtig und fundamental stellte. Diese Studie untersucht die graduelle Entstehung von Newmans Entwicklungstheorie im Licht der großen christlichen Prinzipien sowie deren unverkennbare Bedeutung für die gegenwärtige Theologie.
Aus dem Inhalt: Die theologischen Voraussetzungen für die Entwicklungslehre: das sakramentale und das dogmatische Prinzip, das Prinzip der Inkarnation – Analyse von Newmans Entwicklungstheorie während fünf Phasen seines theologischen Wirkens – Ihre Bedeutung für die gegenwärtige Theologie und ihr Aufleben in den Hauptanliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils.