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Wie kann man vom ‘Deutschen’ leben?

Zur Praxisrelevanz der interkulturellen Germanistik- Redaktion: Marc Arn und Michael Gabathuler

Series:

E.W.B. Hess-Lüttich, Peter Colliander and Ewald Reuter

In vielen Teilen der Welt ist die akademische Beschäftigung mit der deutschen Sprache, Literatur und Kultur in Bedrängnis geraten. Während mancherorts die Absolventen der (interkulturellen) Germanistik noch ohne Schwierigkeiten eine Anstellung finden, für die sie ausgebildet wurden, wird andernorts ein Studium der Germanistik mangels einschlägiger Berufsaussichten erst gar nicht mehr aufgenommen. Daher stellt sich die Frage, was im Fache und von seinen Repräsentanten getan werden kann, um die Praxisrelevanz der (interkulturellen) Germanistik zu begründen bzw. zu steigern und die Absolventen in die Lage zu versetzen, (wieder) ‘vom Deutschen’ leben zu können. Die internationale Germanistik mit ihren je eigenen, oft regional und gar lokal geprägten Fachidentitäten ist stark an der Ausbildung von komparativen, multiperspektivischen und interkulturellen Betrachtungs- und Zugangsweisen interessiert, die den methodologischen Unilateralismus überwinden. Gerade die ‘Auslandsgermanistiken’ könnten sich so als Schnittstellendisziplinen profilieren und zugleich konsolidieren.
Aus dem Inhalt: Peter Colliander/Ernest W. B. Hess-Lüttich/Ewald Reuter: Vorwort – Ernest W. B. Hess-Lüttich: Der Bedarf an Angewandter Germanistik und die Praxis Interkultureller Kommunikation - Ein Rückblick und Ausblick zur Einführung – Peter Colliander: Zu den Rahmenbedingungen der Auslandsgermanistik – Ewald Reuter: Die internationale Germanistik im Wind der Weltwirtschaft: Praxisrelevanz zwischen demokratischer Selbstbestimmung und neoliberaler Ökonomisierung – Gesine Lenore Schiewer: Interkulturelle Germanistik - Brücken bauen zu Technologie und Praxis: Implizites Wissen (tacit knowing and knowledge) und Sprache – Neeti Badwe: Zur Praxisrelevanz der Interkulturellen Germanistik im Zeitalter der Wissens- und Dienstleistungsindustrie – Ulrich Langanke: Machtfaktor Interkulturalität - Deutsch als Kulturtechnik in einem Academia-Industry-Projekt – Andreas Kelletat: «Vom Deutschen leben». Wie sollen Wissenschaftler für Berufe ausbilden, die sie selbst nicht kennen? – Andrea Cnyrim: Germanistik-Studium und das Berufsfeld interkultureller Qualifizierungs- und Beratungsmaßnahmen – Ursula Hassel: Fremdsprachenlernen, Übersetzen und Dolmetschen: Das Konzept einer translationsorientierten Fremdsprachendidaktik – Sebnem Sunar: Making images: auf dem (Um-)Weg der Übersetzung – Nilüfer Tapan: Zu den Besonderheiten der Curricula für eine berufsbezogene Deutschlehrerausbildung in der Türkei – Şeyda Ozil: Curriculare Entwicklungen in der Germanistik mit Berufsaussichten dargestellt am Beispiel der Universität Istanbul – Özlem Firtina: Deutsch als brotloses Fach? Ergebnisse einer Umfrage über Berufsaussichten der Germanistikstudenten an der Andalou Universität – Ruta Eidukeviciene: Probleme und Perspektiven der neuen berufsbezogenen germanistischen MA-Studiengänge in Litauen – Aoussine Seddiki: Zur Praxisrelevanz des neuen LMD-Studiengangs in Sprachwissenschaft und DaF-Didaktik – Carmen Schier: «Alle anders - alle gleich»? Eine Momentaufnahme zum Praxisbezug der Interkulturellen Germanistik – Pornsan Watananguhn: Germanistik und Deutschunterricht in Thailand definieren sich neu – Daniel Rellstab: Deutsch als Zweitsprache-Unterricht in der ‘transnationalen’ Schweiz – Yoshito Takahashi: Japan und die deutsche Kultur: Die Rezeption der grimmschen Märchen und der deutschen Bildungsidee seit der Meiji-Zeit – Andrea Bogner/Barbara Dengel: «Von Auftrag in , von in Treuhand, von Treuhand zurück in Vertrauen und beauftragen» - Mehrsprachige Vermittlungskonstellationen in der Praxis interkultureller Germanistik – Paulo A. Soethe/Markus J. Weininger: Interkulturelle Zusammenarbeit im akademischen Bereich - Geschichtsbewusstsein, Multidisziplinarität und Reziprozität als Rezept für erfolgreiche Projekte – Hans-Joachim Bopst: Germanistische Arbeit an touristischen Texten – Andrea Birk/Ulrike A. Kaunzner: Tabu und Identität. Wie man das vermittelt, worüber die anderen schweigen.